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Kirchberg

Weithin sichtbar ist die Kirche St. Johannis (Fertigstellung 1788). Das 500 Seelendorf überragend erscheint sie ungewöhnlich groß. Dieser Eindruck relativiert sich allerdings, bedenkt man ihre Funktion als Landeskirche seit der 1546 in Castell eingeführten Reformation. Die Kirche liegt imposant auf einer aus dem Hang springenden Terrasse des Schlossbergs, der von Alabasteradern durchzogen ist. Genau aus diesem rosa-grau geäderten Gestein, das auch als Frankenmarmor bekannt ist, wurde der Kanzelaltar der Kirche gefertigt. Der Casteller Alabaster bietet nicht nur einen ausgesprochen guten Grund für Reben, sondern darüber hinaus ist er auch äußerst dekorativ.

Die speziellen Eigenschaften des Kirchbergs erklären sich durch seine vom Dorf umschlossene Lage, die wärmefördernde Ausrichtung nach Westen und die Verwandtschaft des Bodens zum Schlossberg. Das Dorf schützt den Weinberg vor den häufigen Westwinden und bewahrt ihm die Wärme in den Abendstunden. Der Silvaner aus dem Kirchberg dankt diese Gegebenheiten mit reifen Fruchtaromen, die häufig an Birnen erinnern.

Der Boden, tiefgründiger und fruchtbarer als der darüber liegende Schlossberg, gewinnt seine Mineralität von den Ausläufern der Alabasteradern und dem hohen Kalkgehalt des anstehenden Gipskeupers. Im Zusammenspiel mit einer guten Wasserversorgung am Hangfuß wachsen Weine mit feiner, mineralischer Struktur, saftigem Spiel und sehr gutem Reifepotential heran.

Das hervorragende Kleinklima im Kirchberg zeigt sich jedes Frühjahr durch die zahlreich auftretenden wilden Weinbergstulpen, „Tulipa sylvestris“, die mit ihrem Duft und den gelben Farbtupfen ein ganz besonderes Flair im Weinberg verbreiten.

SCHLOSSBERG Silvaner

KIRCHBERG

KUGELSPIEL

SCHLOSSBERG Riesling

TRAUTBERG

BAUSCH

REITSTEIG

HOHNART

 

 

Boden: lehmiger Ton, tiefgründig, zum Teil schiefergrusig
Größe: 1,8 ha
Rebsorten: Silvaner, Weißburgunder
Pflanzjahr: 1988-2006
Exposition: Südwest-West

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