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08.05.2014

Bayerns Boden des Jahres 2014

Weinbergsboden in Castell ist "Bayerns Boden des Jahres 2014"

Bayerns Boden des Jahres 2014 ist der gipsreiche Weinbergsboden im unterfränkischen Castell. Die Entwicklungsgeschichte des ungewöhnlich mineralreichen Bodens begann vor rund 200 Millionen Jahren. "Die Böden bei Castell  entstanden aus Gesteinen, die vor 220 Millionen Jahren aus dem meer durch Eindampfung ausgefällt wurden. Der üppig mit Mineralien ausgestattete Boden ist deshab durchsetzt mit Gips und Alabaster. Socl ein besonderer Boden bringt einen charakteristischen Wein hervor", so Claus Kumutat, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Ein weiterer Grund sei, dass vor Ort viel ehrenamtliches Engagement in den Boden gesteckt wird. In Castell können sich Groß und Klein entlang des Wanderwegs über den Boden informieren; tafeln und Erdlöcher machen die normalerweise unsichtbaren, tiefer liegenden Bodenschichten unter unseren Füßen erleb- und begreifbar. Die Bodenstation Castell wurde in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Winzer errichtet.

Das Charakteristische der Casteller Böden, auf denen seit Jahrhunderten Weinstöcke gedeihen, ist deren tiefgründige Durchmischung. Die Böden wurden von den Winzern oftmals bis zu einem meter Tiefe umgegraben-das sogenannte "Rigolen". Ziel des Rigolens ist, den jungen Resbstöcken eine verbesserte Wasser- und Nährstoffversorgung zu bieten, grobe Gesteinsbrocken zu entfernen und gegebenenfalls vorhandene Verdichtungen zu lockern. Zudem beherbergen diese gipsreichen Böden oft seltene Pflanzen wie die gelbe Weinbergstulpe, die im Frühjahr üppig in den Weinbergen blühen.

Der Boden des Jahres ist eine gemeinsame Aktion der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft und des Bundesverbandes Boden. Er wird seit 2005 jährlich ausgewählt. 2014 fiel die Wahl auf den Weinbergsboden.


Mehr Informationen finden Sie hier: www.lfu.bayern.de/doc/lehrpfade_boden_geologie/48f.pdf

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